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Sophienkathedrale
Die Sophienkathedrale von Kiew befindet sich etwa in der Mitte der Wolodimirskaja (wuliza) Straße, nicht weit von dem Goldenen Tor entfernt. Dass die Kathedrale durch ihren Namen und Aussehen an die Hagia Sophia erinnert, hat einen Hintergrund. Der Großfürst Wladimir, Herrscher über Kiewer Rus wollte seinerzeit den Götzenglauben aus alter Vorzeit ablösen und durch eine Religion ersetzen. Als er einmal an einem Gottesdienst in Konstantinopel in der, oben erw., Hagia Sophia teilnahm, blendete ihn der Glanz des Goldes und der schwere Weihrauchduft bezauberte den Großfürst. Sophienkathedrale
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So beeindruckt, beschloss er Christentum auch in seiner Heimat einzuführen. So wurde die Sophienkathedrale Anfang des 11. Jahrhundert in Kiew erbaut und bildete den kulturellen und gesellschaftlichen Mittelpunkt der Stadt. Eine lange Zeit war sie Sitz der orthodoxen Kirche. Auch die erste Bibliothek Russlands wurde hier in der Sophienkathedrale in Kiew gegründet. Die Sophienkathedrale galt damals als das wichtigste und schönste Gebäude in Kiew. Hier fanden Hofzeremonien, Thronbesteigungen der Kiewer Fürsten statt und ausländische Botschafter empfangen. Obwohl viele der namenhaften Fürsten hier bestattet wurden ist heute nur der Sarkophag von Jaroslav dem Weisen, Sohn des Großfürsten Wladimir, erhalten geblieben. Drei mal wurde Kirche von Tataren verwüstet und von den Kiewern wieder aufgebaut. Die ständigen Zerstörungen, der anschließende Wieder- und Weiterausbau haben fast nichts mehr von der ursprünglichen Form der Kathedrale gelassen. Die Innenausstattung hat aber über fast 11 Jahrhunderte überlebt und zieht jährlich zahlreiche Touristen an. Heute kann man vom vierstöckigen Glockenturm eine schöne Aussicht über die Altstadt von Kiew genießen. Obwohl die Sophienkathedrale selbst sehr gut renoviert ist, wurden einige Bereiche mit Absicht so belassen, wie der Zahn der Zeit an ihr genagt hat.
Das Interior der Kathedrale ist trotz der zahlreichen Zerstörungen kaum verändert worden. So ist die großartige und beeindruckende byzanthinische Kunst bis heute erhalten geblieben. Zahlreiche biblische Szenen mit bekannten Aposteln, aber auch Kirchenoberhäupter und Soldaten sind auf den wunderschönen Fresken und Mosaiken abgebildet. Ich empfehle unbedingt nicht nur den schattenreichen Parkgarten zu besuchen, sondern auch in das Museum reinzugehen. Bild2
Das Innere der Kirche (Kuppel)
Im Inneren der Kirche befindet sich auch ein Model von Kiev im Mittelalter und Sie können die Wandmalereien, die wunderschönen Fresken (ca. 3000 m²) und die hervorragenden Mosaiken (260m²) aus dem 11. Jahrhundert bewundern. Dieses einzigartige Denkmal der Baukunst des Kiewer Reiches gehört heute zum Weltkulturerbe der UNESCO und sollte unbedingt besucht werden. Denn es heißt: Wer die Sophienkathedrale nicht gesehen hat, hat Kiew nicht richtig kennengelernt. Wie fast 65 % aller Kirchen und Kathedralen in Ukraine, sollte auch die Sophienkathedrale von Kiew abgerissen werden.
Nur durch den Ausbruch des 2. Weltkriegs ist dies, glücklicherweise, nicht geschehen. Vor der Sophienkathedrale befindet sich der Sophienplatz. Auf dem weitläufigen Platz empfingen die Kiewer den Hetman (Führer) Bogdan Chmelinski (1595-1657), nach seinen Siegen gegen die Polen Mitte des 17. Jahrhunderts. Für den Held des Befreiungskampfes gegen Polen wurde 1888 ein Denkmal errichtet. Vom Sophienplatz aus sind es nur wenige Meter zum Wladimir Hügel und Michaelskloster mit den goldenen Zwiebelkuppeln. Innenmalerei Engel

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