Das Monsterhaus oder das Haus mit Chimären

Dieses wohl ungewöhnlichste Gebäude Kiews wurde von dem bekannten Architekten Vladislav Gorodezki 1903 im Stil modern errichtet. Dieses Glanzstück liegt im Regierungsviertel gegenüber dem Präsidentenamt. Der Architekt wollte ein Gebäude für die Ewigkeit bauen und baute auf eigene Kosten. Bis heute ist allerdings nicht ganz klar, warum der Spezialist das Haus an einem steilen Abhang baute, wo es zu der Zeit verboten war da zu bauen.

Aber dieses Haus war schon immer mit Legenden beschattet, vielleicht war es auch nur eine Werbung für damals neuen Baustoff- Zement, aus dem es errichtet wurde. Die Fassade ist aufwändig u. a. mit exotischen Tieren und Fabelwesen (Chimären) dekoriert. Auch wenn eine Legende besagt, dass nachdem seine Tochter wegen einer unglücklichen Liebe Selbstmord begangen hat, Gorezki verrückt wurde und zu Erinnerung an sie dieses Haus baute, so bleibt es eine Legende.

Denn die vielen aufwendigen Skulpturen wie Delphine, Frösche und Meerjungfrauen auf dem Dach, sowie eine riesige Leuchte in Abbild von Wels im Lotus im Treppenhaus, der aufwendige Stuck in Form von sinkenden Schiffen, Kraken und vielem mehr, all das ist die Arbeit eines großartigen Künstlers und sicher weniger eines verrückten Vaters.

Nach dem der Architekt das Haus verkaufte, war es von 1917 bis zum zweiten Weltkrieg als Wohnhaus genutzt. Danach war hier ein Krankenhaus untergebracht. In den letzten Jahren wurde das „Chimärenhaus“ kostenaufwändig restauriert und dient heute als Museum „Ukrainische Kunst“ und als Präsidenten-Residenz. Hier finden auch offizielle diplomatische Zeremonien statt.

Die erste Christin im Kiewer Altrußland,

die wir mit Namen kennen, ist die Fürstin Olga von Kiew.